FINMA anerkennt angepasste Selbstregulierung

08. November 2019

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA anerkennt die angepasste Selbstregulierung des Bankensektors zu Hypothekarfinanzierungen als Mindeststandard. Die Änderungen verschärfen die Anforderungen an Belehnung sowie Amortisation bei Hypothekarkrediten für Renditeliegenschaften. Von den Anpassungen nicht betroffen sind die selbstgenutzten Wohnliegenschaften. (finma.ch/News)

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Zukünftig werden Banken bei der Hypothekenvergabe für Miethäuser oder andere Renditeobjekte wohl Eigenmittel von mindestens 25 Prozent des Belehnungswerts verlangen. Ein ziemlich grosser Schritt, betrachtet man die ursprünglich verlangten 20 Prozent des Belehnungswerts. Des Weiteren sollen Kreditnehmer ihre Hypothekarschuld künftig innerhalb von maximal 10 Jahren (bis anhin 15) auf zwei Drittel des Belehnungswerts amortisieren. Geplant ist eine Inkraftsetzung Anfang 2020, sofern der Bundesrat bis dahin sein Einverständnis gegeben hat.

Wer ist betroffen? Alle Renditeliegenschaften, also Immobilien, welche von Investoren als Geldanlage gehalten werden. Theoretisch gehört dazu auch das "Buy to let"-Segment, also der private Zweitimmobilienbesitz. Das sind Stockwerkeinheiten und Einfamilienhäuser, die von Privatpersonen gekauft und extern weitervermietet werden. Allerdings schliesst die SBVg (Bankiervereinigung) laut der FINMA selbige nicht explizit in ihre Definition von Renditeimmobilien ein. Da dieses Segment aber rund einen Viertel aller Wohnrenditeobjektfinanzierungen von Banken ausmache, ist die FINMA der Auffassung, es müsse aufgrund seines Risikopotenzials gleichbehandelt werden. Dem entgegen hält die Bankiervereinigung, bereits heute weise der überwiegende Teil der fraglichen Immobilien eine Belehnungsquote von weniger als 75 Prozent auf und erfülle somit die neuen Anforderungen. Die FINMA wird dieses Segment nach eigenen Angaben und im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit weiterhin beobachten.

Grundsätzlich begrüsst die FINMA aber die neue Anpassung, welche den Überhitzungstendenzen im Bereich Wohnrenditeliegenschaften rasch und gezielt entgegenwirken wird. 

Sie möchten sich vertieft über diese Thematik informieren? Patrick Dominik Roth ist gerne für Sie da.

Autor

Tobias Walter Bürki am 08. November 2019

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